Das ist ein Anfang.
Eine Ankündigung von etwas, das bereits angefangen wurde, das aber noch nicht angefangen hat. Das vor dem Anfang schon mal angekündigt werden muss, damit, wenn es dann anfängt, auch alle dabei sind. Oder zumindest möglichst viele. Weil sie das hier gelesen haben und dann denken: „Aha, wenn das anfängt, bei diesem Anfang, da möchte ich dabei sein.“
Und dann fängt es an.
Anfangen ist erst einmal einfach. Man muss einfach nur anfangen. Man muss einfach nur mit etwas beginnen, das vorher noch nicht begonnen hat. Anfangen ist aber auch das schwerste. Man sitzt vor der Leere und weiß nicht wie. Und wenn man dann einfach loslegt, handelt man sich tausend Probleme ein, die man am Anfang nicht absehen konnte, die man vielleicht hätte absehen können, hätte man nicht einfach angefangen.
Jeder Anfang hat eine Vorgeschichte. Kein Anfang kommt aus dem Nichts. Wenn aber kein Anfang wirklich neu anfängt, dann gibt es gar keinen echten Anfang. Dann wäre Anfangen Weitermachen – noch mal, einmal mehr, aufs Neue. Jetzt ist es aber so, und vielleicht schon eine ganze Weile, aber ganz besonders jetzt, dass es wirklich mal angebracht wäre, nicht mehr so weiterzumachen wie bisher, sondern wirklich mal ganz neu anzufangen.
Also treten wir vor den Vorhang und fragen, wie wir eigentlich anfangen können, wenn man mal wirklich neu anfangen will.


Eine Produktion von FUX in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt und Theater Roxy Basel.
Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin, dem Hauptstadtkulturfonds, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.


Pressestimmen
Aufführungen
Trailer

  • „Ausgehend von dem Wörtchen ‚anfangen‘ holt die Theatergruppe FUX weit aus, denkt über den Anfang von allem nach (Urknall!), über die Unmöglichkeit, neu anzufangen, wenn es doch immer etwas gibt, das schon da und gegeben ist, über die Notwendigkeit, trotzdem anzufangen, zum Beispiel mit dem Umsteuern beim CO2-Ausstoß. (…) Manchmal kann man in diesem Wirbel des Anfangens und Nachdenkens über das Anfangen gar nicht schnell genug mitdenken. Aber ‚Premiere‘ ist ein trotz eindreiviertel Stunden kurzweiliger Abend, weil FUX auch wissen, dass man ab und zu mal bremsen muss im schwindelig machenden ‚Anfangen für Anfänger‘-Disput, sie dann unter anderem kleine, quasi im Chor ausgeführte Zauberkunststücke zeigen (…) Listig, charmant ist FUX’ Spiel mit dem Anfangsspiel.“

    Frankfurter Rundschau, 19.03.2022


    „Einerseits konzentrieren sie sich auf das Wesentliche. Wenig Requisite, nur Bühne, Vorhang, Licht. Und Kunst. Kunststücke. Genauer gesagt: Zaubertricks. Falk Rößler, Nele Stuhler, Irina Sulaver, Jost von Harleßem, Nils Weishaupt alias FUX lassen Dinge verschwinden und wieder auftauchen. Denn im Grunde geht es in ‚Premiere‘ um die Grundformen des Theaters. Und darum, dass Theater die Kunst ist, die jedes Mal neu anfängt, wenn das Licht angeht und das Publikum Platz nimmt. (…) Keine Frage, FUX lieben die Bühne. (…) Es geht auch um die Frage, wie man in einer krisengeschüttelten Zeit Anfang begreifen könne, gesellschaftlich, individuell und als Theater.“

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2022

  • Bisherige Aufführungen:
    04.06.2021 / Live-Online-Stream (Premiere) / HAU Hebbel am Ufer Berlin & www.nachtkritik.de
    05.-13.06.2021 / Online-Stream / HAU Hebbel am Ufer Berlin
    17.03.2022 / Live-Performance / Mousonturm Frankfurt
    18.03.2022 / Live-Performance / Mousonturm Frankfurt
    19.03.2022 / Live-Performance / Mousonturm Frankfurt
    24.03.2022 / Live-Performance / Theater Roxy Basel
    25.03.2022 / Live-Performance / Theater Roxy Basel


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