FUX
Stephan Dorn
Falk Rößler
Nele Stuhler
  • FUXpic3shrinkedFoto: Annika Pinske

    Die Gruppe FUX, bestehend aus Stephan Dorn, Falk Rößler und Nele Stuhler, hat sich 2011 im Rahmen des Studiums der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen formiert.

    FUX sucht nach neuen theatralen Formen und nutzt dafür bereits bestehende Bühnenformate, um sie durch den eigenen Filter zu schicken und zu etwas Eigenem umzuwenden. In dieser Beobachtung zweiter Ordnung entstehen andere performative Räume, die sie mit großer Spiel- und Experimentierfreude erkunden. Dabei verweben sie Elemente aus Performance, (Live-)Musik, Sprechtheater, Kleinkunst und Choreographie zu gleichsam komplexen wie unterhaltsamen Theaterbastarden.

    Aus verschiedenen Regionen und Kontexten stammend, verbindet sie das gemeinsame Interesse an Musik, an nicht-narrativen Dramaturgien, an Humor und Form, an Uneindeutigkeiten und Plattitüden, an Zweifel und Übermut. Anstatt bestimmte Mittel und Möglichkeiten des Theaters pauschal zu verwerfen, geht es ihnen um einen sowohl spielerischen als auch kritischen Umgang mit ihnen. Ein Theater nach dem Theater, das sich nicht in öder Diskursivierung selbst abschafft, aber ebenso wenig sein Heil in der Reaktivierung des Konventionellen sucht. Ein Theater, das nicht in bestehenden Kategorien aufgeht und zu dem man sich verhalten muss.

    Für ihre Arbeiten wurden sie in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute als Nachwuchskünstler des Jahres 2014 und 2016 nominiert. Im April 2016 wurden sie mit dem Ponto Performance Preis der Jürgen Ponto Stiftung ausgezeichnet.

  • bild-stephan-komprimiert2Stephan Dorn wurde 1987 in New Orleans geboren. Seine Schulzeit verbrachte er in Niedersachsen und begann nach seinem Abitur als Regieassistent am Deutschen Theater Göttingen zu arbeiten. Dort realisierte er erste eigene Regiearbeiten wie bspw. „Finnisch“ von Martin Heckmanns.

    Seit 2009 studiert er Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Zudem studierte er im Fach Theatre: Theory and Practice an der Iceland University of the Arts in Reykjavik und im Fach Experimentelles Radio an der Bauhaus Universität Weimar.

    Seit 2011 arbeitet er mit Nele Stuhler und Falk Rößler unter dem Namen FUX zusammen. Daneben verwirklicht er Performances und Hörspiele sowohl eigenständig als auch in anderen Konstellationen, so z.B. gemeinsam mit Alessia Neumann die Hörspielinstallation „Sie bestirnen dich“ für den Theatersommer des Landestheaters Marburg. In Zusammenarbeit mit Gesa Bering entstand die installative Performance „Post hoc ergo propter hoc – was bisher geschah“, die u.a. im Frankfurt LAB sowie im zeitraumexit Mannheim gastierte und 2016 zum Körber Studio für Junge Regie 2016 eingeladen wurde. In der gleichen Konstellation entsteht in der Spielzeit 2016/17 auch die Performance „Ordnung“ am Mousonturm Frankfurt.

  • Foto: Annika PinskeFalk Rößler wurde 1983 in Frankfurt (Oder) geboren, wo er auch mit dem Theaterspielen begann. 2005-2009 absolvierte er ein Studium der Europäischen Medienwissenschaft an der Universität Potsdam. Zuvor und währenddessen realisierte er erste Regiearbeiten in Deutschland und Norwegen.

    Von 2009 bis 2015 studierte er Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. In der Gruppe Die Resilentes erarbeitete er gemeinsam mit Eleonora Herder & Arne Köhler mehrere abendfüllende, stark ortsbezogene Produktionen v.a. in Barcelona am Teatre Lliure und dem Teatre Nau Ivanow. Eine weitere kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit Jost von Harleßem und Michaela Stolte, z.B. für die theatrale Soundperformance „10 spannende Reiseziele, die einfacher zu erreichen sind, als sie glauben“ an den Landungsbrücken Frankfurt, dem Theaterdiscounter Berlin sowie dem Hörkunst Festival in Nürnberg.

    Seit 2011 bildet er zusammen mit Stephan Dorn & Nele Stuhler die Gruppe FUX. Darüber hinaus arbeitet er auch in anderen Zusammenhängen als Komponist und Performer (z.B. mit Kiriakos Hadjiioannou an der Kaserne Basel und den Sophiensaelen Berlin) sowie als Regisseur (u.a. „Die Maus die brüllte“ an der Württembergischen Landesbühne Esslingen) und hat erst kürzlich die Theaterreihe „hic@nunc“ am Theaterdiscounter Berlin initiiert, in der er sich in jeder Ausgabe aufs Neue mit einem anderen Gast aktuellen gesellschaftspolitischen und ästhetischen Fragen widmet. Zudem ist er als Publizist tätig, so u.a. beim Theatertreffen-Blog 2016.

    www.falkroessler.com

  • bild-nele-komprimiert2Nele Stuhler wurde 1989 in Berlin geboren. Während der Schulzeit erste Theaterproduktionen im Jugendclub des Deutschen Theaters und der Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz P14, u.a. als Choristin in Produktionen von Dimiter Gotscheff und René Pollesch. Sie arbeitete als Regieassistentin und dramaturgische Mitarbeiterin bei „Ich. Welt. Wir.“ (Regie: Fabian Hinrichs) am Schauspielhaus Hamburg. Eigene Projekte wurden u.a. an der Volksbühne Berlin, im Ballhaus Ost Berlin bei der Theatermaschine Gießen, beim Festival der Jungen Talente in Frankfurt und in der Gessnerallee Zürich gezeigt.

    2011 gründete sie zusammen mit Stephan Dorn und Falk Rößler das Theaterkollektiv FUX. Zusammen mit Jan Koslowski ist sie außerdem Gründungsmitglied der Gruppe Leien des Alltags. Ihre Arbeit „Société des Amis – Tindermatch im Oderbruch“ wurde u.a. zum Körber-Studio Junge Regie 2015 am Thalia Theater in Hamburg sowie zum Fast Forward Festival 2016 am Staatstheater Braunschweig eingeladen. Für die Ruhrtriennale 2016 entstand die Performance „Gentifrication – Vati muss nach Herne. Und Mutti muss nach Lichtenberg“. Als Autorin und Regisseurin entwickelt sie in dieser Spielzeit gemeinsam mit Schauspielern des Esembles am Stadttheater Gießen die Stückentwicklung „O Wand“ sowie an den Sophiensaelen Berlin die Performance „Mauerschau“.

    Nele Stuhler studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und Theaterregie in Zürich. 2014-2016 absolvierte sie den Lehrgang „Forum Text“ am uniT Graz und wurde 2016 für ihr Theaterstück „Fische“ mit dem Zuschauerpreis sowie dem 2. Platz der Jury beim Förderpreis für Junge Dramatik der Stadt München ausgezeichnet.



Termine:

"FUX GEWINNT 4/3"
16.10.17 / 00:05 / Deutschlandfunk Kultur

"Die Wiederentdeckung der Granteloper"
PREMIERE / Jan 2018 / HAU Berlin
Feb 2018 / Münchner Kammerspiele
Feb 2018 / Mousonturm Frankfurt
Mai 2018 / Kaserne Basel
Mai-Jun 2018 / Theater Rampe Stuttgart

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